Gemeinsam Zukunft gestalten
Wie lässt sich ein urbaner Raum realisieren, an dem die Teilhabe und das Mitwirken aller Bürgerinnen und Bürger selbstverständlich sind? Diese zentrale Fragestellung bildet das Fundament der Bremerhavener Inklusionskonferenzen. In einem halbjährlichen Turnus bringt das Netzwerk Inklusives Bremerhaven Personen aus den unterschiedlichsten Facetten der Stadtgesellschaft zusammen, um gezielt an aktuellen Schwerpunktthemen der Inklusion zu arbeiten.
Etwa 160 Akteure – darunter engagierte Bürger, Selbstvertreter, Vereine, Fachpersonal, Wirtschaftsunternehmen sowie Vertretungen aus Politik und Verwaltung – nutzen die Plattform in Bremerhaven zum Erfahrungsaustausch, gegenseitigen Lernen und zur gemeinsamen Ideenfindung. Der Charakter der Inklusionskonferenzen ist durchgehend partizipativ geprägt: Anstelle von klassischen Frontalvorträgen bestimmen interaktive Arbeitsgruppen, kreative Ansätze, inspirierende Impulse sowie ausgiebige Gelegenheiten für Begegnung, Vernetzung und Kooperation das Geschehen.
10. Inklusionskonferenz fokussiert das Motto: „Hier will ich sein – Quartiere gemeinsam gestalten“
Die Vorstellungen von einem gelungenen Zusammenleben sind so facettenreich wie die Bevölkerung Bremerhavens selbst. Die 10. Ausgabe der Inklusionskonferenz widmete sich daher ganz dem Thema inklusiver Nachbarschaften unter dem Leitgedanken „Hier will ich sein – Ein Quartier für alle“. Für die Dauer eines Nachmittags mutierte das Foyer der Stadthalle zu einem pulsierenden Zentrum für Dialog, Kreativität und Reflexion über die Faktoren, die einen Stadtteil zu einem einladenden Ort für jedermann machen.
Der Auftakt der Konferenz wurde nach einem ungezwungenen Ankommen mit musikalischer Begleitung, Mitmach-Aktionen und einer Einführung in Leichter Sprache von Moderator Stefan Burkhardt gestaltet. Anschauliche Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Stadtteilen demonstrierten, wie Inklusion im Wohnumfeld bereits erfolgreich praktiziert wird, und motivierten die Anwesenden, eigene Konzepte einzubringen. In acht interaktiven Workshops entwarfen die Teilnehmenden Zukunftsbilder für ein ideales, inklusives Wunsch-Quartier. Dabei erörterten sie Aspekte wie Wohnen, Mobilität, Begegnungsräume, Bildung, Kultur sowie demokratische Mitbestimmung. Deutlich heraustretende Kernfaktoren für eine gelungene gesellschaftliche Teilhabe waren barrierefreie Treffpunkte, verständlich aufbereitete Informationen, sichere Verkehrswege und ein solidarisches Miteinander. Basierend auf bereits vorhandenen Ressourcen wurden konkrete Projektideen skizziert und anschließend im Plenum präsentiert, um diese durch fortlaufende Vernetzung weiterzuentwickeln und zu realisieren. Um eine uneingeschränkte Barrierefreiheit bei der Informationsvermittlung zu garantieren, begleitete die Verstehens-Assistentin Inga Schiffler die gesamte Veranstaltung in Leichter Sprache.
Die Jubiläumskonferenz hat eindringlich bewiesen: Inklusion gelingt genau dort, wo Individuen Verantwortung übernehmen, aktiv aufeinander zugehen und ihren Lebensraum gemeinsam weiterentwickeln.
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Bremen
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