24.03.2026 | Quelle: Tourismus Zentrale Saarland GmbH

Die Handbike-Touren im Saarland

Die Handbike-Touren im Saarland
Handbike-Routen im Saarland | © freiheitswerke/wolf

Tags: #Saarland #Reisen für Alle #Handbike-Touren #Deutschland #Übernachtungstipps

Das Reiseland Saarland bietet sechs barrierefreie Handbike-Touren, die es ermöglichen, die vielfältige Region auf inklusiven Wegen zu erkunden. Die Strecken führen durch die beeindruckende Landschaft der UNESCO-Biosphäre Bliesgau, durch den Naturpark Saar-Hunsrück und rund um den Bostalsee, den größten Freizeitsee des Saarlandes. Sie bieten nicht nur sportliche Herausforderungen, sondern auch beeindruckende Naturerlebnisse. Unterwegs finden sich zudem zahlreiche Einkehrmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten, die zu einer genussvollen Pause einladen. Weitere Handbike Touren im Saarland finden sich unter www.urlaub.saarland/planen-buchen/barrierefreies-reisen/handbike-touren.

Alle Routen sowie die Übernachtungstipps sind mit dem Zertifikat „Reisen für Alle“ ausgezeichnet, was für eine durchgängig barrierefreie Zugänglichkeit sorgt. Diese Zertifizierung basiert auf dem deutschlandweiten Modell „Reisen für Alle“ und garantiert, dass sich Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen problemlos über die Gegebenheiten vor Ort informieren können und eine barrierefreie Erkundung genießen dürfen. So ist sichergestellt, dass Übernachtungsbetriebe für alle Handbiker zugänglich und nutzbar sind. Die Barrierefreiheit wird von speziell geschulten Erhebern basierend auf einheitlichen Kriterien geprüft und dokumentiert. Für jeden zertifizierten Übernachtungsbetrieb gibt es detaillierte und verlässliche Informationen zur Zugänglichkeit von Zimmern, Eingängen, Bädern und anderen relevanten Bereichen. Zudem hat mindestens ein Mitarbeiter im Betrieb eine Schulung zur Barrierefreiheit absolviert, um sicherzustellen, dass die Gäste jederzeit kompetent beraten und unterstützt werden.

Adebar-Runde - für geübte Handbiker, gut mit Bus und Bahn erreichbar

Die Adebar-Runde führt durch das malerische Kirkeler Bachtal und die weitläufigen Bliesauen, in denen sich die Natur in ihrer ganzen Vielfalt entfaltet. Die Route führt durch schattige Wälder und über offene Wiesen und bietet immer wieder herrliche Ausblicke auf die imposante Kirkeler Burgruine.

Ein besonderes Natur-Highlight ist das Beeder Biotop, ein artenreiches Feuchtgebiet im UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau. Hier finden sich über 140 Vogelarten, darunter Weißstörche, Reiher und zahlreiche Zugvögel, die das Gebiet als Rast- und Brutplatz nutzen. Die weitläufigen Wiesen, Teiche und Auen bieten ideale Lebensbedingungen und reichlich Nahrung. Neben den Vögeln prägen auch Wasserbüffel, Heckrinder und Konik-Pferde die Landschaft und tragen zur Offenhaltung der Wiesen bei. Diese Tiere bieten nicht nur spannende Beobachtungsmöglichkeiten, sondern auch einen eindrucksvollen Einblick in die regionale Naturpflege.

Die Strecke ist für erfahrene Handbiker geeignet. Es wird empfohlen, gegen den Uhrzeigersinn zu fahren, sodass die vielen Neigungen und der Abschnitt mit Kopfsteinpflaster angenehm bergab verlaufen. Start- und Endpunkt ist der Bahnhof Blieskastel-Lautzkirchen. Die Streckenlänge beträgt 24,7 Kilometer.

Übernachtungstipp: Hotel-Restaurant Bliesbrück in Herbitzheim

Wendelinus-Radweg – unterwegs auf einer ehemaligen Bahntrasse

Die ehemalige Strecke der Stichbahn von St. Wendel nach Tholey wurde zu einer Radstrecke umgebaut, die den Namen Wendelinus-Radweg trägt. Er ist etwa 14,6 Kilometer lang und durchgehend asphaltiert. Bis Oberthal verläuft sie überwiegend flach und ist somit auch für Handbike-Anfänger gut befahrbar. Eine Steigung von etwa 12 Prozent ist zwischen Oberthal und Tholey zu überwinden.

Belohnt wird man mit dem Ausflugsziel Vicus Wareswald. Dabei handelt es sich um eine römische Siedlung, die im ersten Jahrhundert n. Chr. an wichtigen Handelsrouten entstand. Sie war ein Marktflecken für Reisende und Händler und wurde bis etwa 400 n. Chr. bewohnt. Heute ist der Vicus ein archäologisches Projekt, bei dem die Überreste von Häusern, Werkstätten und einem Marstempel freigelegt werden. Fragmente von Gebäuden und Mosaiken sind zu sehen. Ein besonderes Highlight ist eine Stahlkonstruktion, die den Standort des Marstempels markiert und einen Eindruck vom ursprünglichen Tempelbau vermittelt. Der Bahnhof von St. Wendel befindet sich ca. 200 Meter vom Startpunkt der Tour entfernt.

Übernachtungstipps: Jugendherberge Tholey, Angels – das Hotel am Fruchtmarkt und Angel – das Hotel am Golfpark in St. Wendel, Ferienwohnung Maas.

Urlaub und Freizeit im Saarland - Barrierefrei Reisen

Urlaub und Freizeit im Saarland - Barrierefrei Reisen

Saarland

Die Broschüre „Urlaub und Freizeit im Saarland - Barrierefrei Reisen“ ist in einfacher Sprache formuliert, um auch bei der Verständlichkeit für Barrierefreiheit zu sorgen. Die Broschüre liefert zudem Inspiration für den Saarland-Urlaub mit vielen nützlichen Hinweisen und Empfehlungen zur konkreten Planung eines barrierefreien Urlaubs.

Handbike-Tour auf dem Bliestal-Freizeitweg – kombinierbar mit der Adebar-Runde

Der 17 Kilometer lange Bliestal-Freizeitweg folgt dem Verlauf der Blies, dem längsten Fluss des Saarlandes. Die Tour startet am Bahnhof Blieskastel-Lautzkirchen, führt durch Blieskastel, Blickweiler, Breitfurt, Bliesdalheim, Herbitzheim und Gersheim und endet in Reinheim an der französischen Grenze.

Die charakteristische Naturlandschaft des Bliesgaus setzt sich aus weit ausladenden Streuobstbeständen, artenreichen Magerwiesen, ausgedehnten Buchenwäldern und einer von der stark mäandrierenden Blies durchzogenen Auenlandschaft zusammen. Der drei Meter breite, asphaltierte Radweg führt mitten durch diese Auenlandschaft. Besonders sehenswert sind die Relikte aus früherer Zeit: die Kilometersteine der Bahn. So weiß man immer genau, wie weit es noch bis zum Ziel ist.

Gleich zu Beginn der Tour erreicht man die Barockstadt Blieskastel. Ihr historischer Kern umfasst 154 architektonische Denkmäler aus der Epoche des Barock. Am Ende der Radtour lohnt sich ein Besuch des grenzüberschreitenden Europäischen Kulturparks Bliesbrück-Reinheim.

Unser Übernachtungstipp: Hotel-Restaurant Bliesbrück in Herbitzheim

Freizeit- und Skaterweg Reden

Er ist ein gelungenes Beispiel für die Umwandlung eines ehemaligen Bergwerksgeländes in einen modernen Freizeit- und Erholungspark. Nachdem der Bergbau dort im Jahr 1997 eingestellt wurde, begann das Bergbauunternehmen RAG mit einem Rückbau- und Sanierungskonzept. Anstatt das Gelände aufzugeben, wurde 2001 die Industriekultur Saar GmbH (IKS) mit der Umgestaltung beauftragt. Das Ziel bestand darin, die Industriegeschichte mit den Bereichen Nachhaltigkeit, Freizeit und Tourismus zu verbinden. Ein zentrales Element des Projekts war der Erhalt der einzigartigen geologischen Formen der Region, wie Hügel und Täler, bei gleichzeitiger Schaffung neuer Freizeitmöglichkeiten.

Besonders markant ist die 90 Meter hohe Halde, die durch den Bergbau entstand. Im Rahmen der Umgestaltung wurde ein Skater- und Freizeitweg entlang der Halde und durch die landschaftlich abwechslungsreiche Umgebung angelegt. Er ist insgesamt 4,8 Kilometer lang, verläuft in Form einer Acht und bietet Handbikern auch die Möglichkeit, eine kürzere Strecke zu wählen. Runde 1 ist 2,5 Kilometer lang und Runde 2 misst 2,3 Kilometer. Beide kommen fast ohne Gefälle aus.

Die Touren bieten atemberaubende Ausblicke über das Tal und die weitläufige Region. Der Freizeit- und Skaterweg „Reden Weg“ kann über den Parkplatz in der Straße „Am Nusskopf“ ohne Steigung erreicht werden.

Übernachtungstipp: Hotel-Bistro Europa & Casa Carabinieri in Merchweiler

Freizeitweg rund um den Bostalsee

Der 6,8 Kilometer lange Rundweg um den Bostalsee bietet Handbikern eine attraktive, barrierefreie Strecke durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Mit einer Fläche von 120 Hektar und einer maximalen Tiefe von 20 Metern ist der See der größte Freizeitsee im Südwesten Deutschlands. Er liegt im Naturpark Saar-Hunsrück. Auf dem Wasser sind Segler, Surfer und Tretbootfahrer aktiv, während man entlang des Weges immer wieder schöne Aussichten auf das Geschehen auf dem See hat.

Parallel zur Strecke verläuft der Astro-Erlebnisweg mit interaktiven Stationen zur Astronomie. Auch das Kunstzentrum Bosener Mühle, das Ausstellungen zeigt und Kunstkurse anbietet, liegt an der Strecke. Sehenswert sind zwei Kunstwerke der Skulpturenstraße St. Wendel, die auf ein internationales Bildhauersymposion aus dem Jahr 1971 zurückgehen. Wer eine Pause einlegen möchte, kann in einem der zahlreichen Restaurants oder Cafés einkehren. Die Tour startet an der Seeverwaltung und der Tourist-Information des Landkreises St. Wendel.

Übernachtungstipps: Center Parcs Bostalsee, Campingplatz Bostalsee, Seezeitlodge Bostalsee

Bahnradweg Sankt Wendeler Land

Der 30 Kilometer lange Bahnradweg Sankt Wendeler Land verbindet die drei Gemeinden Freisen, Nohfelden und Nonnweiler. Der flache und asphaltierte Weg führt auf einer Länge von 30,5 Kilometern durch die Region. Die Strecke verläuft durch die Landschaft des Naturparks Saar-Hunsrück. Sie verläuft auch am Rande des Nationalparks Hunsrück-Hochwald. Die Strecke ermöglicht eine angenehme Fahrt durch herrliche Naturlandschaften. Der liebevoll gestaltete Bahnradweg greift immer wieder das Thema der ehemaligen Hochwaldbahn auf. Entlang der Strecke erinnern kleine Details an die Zeit der Eisenbahn: eine Holzrutsche in Form einer Lokomotive an einem Rastplatz, auf dem Boden abgebildete Gleise oder grüne Andreaskreuze entlang des Weges. Die Tour startet am Rathaus von Freisen und endet in Bierfeld.

Übernachtungstipps: Gästehaus Braunshausen in Nonnweiler-Braunshausen und Ferienwohnung Haagalm in Nonnweiler