Die weltweit einzigartige Maya-Handschrift oder den "Freischütz" von Carl Maria von Weber aus einer neuen Perspektive entdecken, ist eine besondere Gelegenheit, die Sie nicht verpassen sollten. Anlässlich des UNESCO-Welttages des Buches startet im April eine Kooperation zwischen dem bundesweiten Vermittlungsangebot „Bei Anruf Kultur“ und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB). Die erste Telefonführung findet am 22. April 2026 um 11 Uhr aus dem Buchmuseum statt. Weitere Termine folgen.
Mit ihren umfangreichen Sammlungen zählt die SLUB Dresden zu den größten wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands. Anlässlich des UNESCO-Welttages des Buches öffnet sie erstmals ihre Bestände für „Bei Anruf Kultur“ und macht ausgewählte Schätze der Bibliothek telefonisch erlebbar.
Am Mittwoch, dem 22. April 2026, von 11 bis 12 Uhr, einen Tag vor dem Welttag, findet eine erste Telefonführung aus dem Buchmuseum der SLUB statt. Im Mittelpunkt stehen ein bekannter Komponist und sein Werk. Die Ausstellung „Kein Freischütz für Dresden. Carl Maria von Weber und die deutsche Oper“, die zum 200. Todestag des Komponisten eröffnet wurde, zeigt originale Weber-Handschriften, Kostüme einer Operninszenierung und die Stimmgabel Webers.
Auch die folgenden Termine am 1. Juni und 26. Oktober 2026 widmen sich außergewöhnlichen Zeugnissen der Buch- und Kulturgeschichte. Im Mittelpunkt steht der Maya-Codex, eine von weltweit nur vier erhaltenen Handschriften der Maya, die in der SLUB Dresden aufbewahrt und ausgestellt wird. Durch die Telefonführungen von „Bei Anruf Kultur” wird dieses einzigartige Dokument erstmals einem breiten Publikum zugänglich gemacht.
Dr. Edith Schriefl, Ausstellungsmanagerin im Buchmuseum der SLUB Dresden, erläutert: „‚Bei Anruf Kultur‘ macht unsere Ausstellungen für ein breiteres Publikum zugänglich und unterstützt kulturelle Teilhabe auf besondere Weise. Beides liegt uns sehr am Herzen, deshalb freuen wir uns, Teil dieser Initiative zu sein.”
Durch die Teilnahme der SLUB Dresden erweitert sich das Netzwerk von „Bei Anruf Kultur“ um eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands. Die telefonischen Führungen ermöglichen es Menschen, Ausstellungen und Sammlungen live zu erleben – unabhängig davon, ob sie vor Ort sein können.
Hintergrund zum Projekt „Bei Anruf Kultur“
Das Projekt „Bei Anruf Kultur“ wurde 2021 ins Leben gerufen. Während des Corona-Lockdowns startete der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e. V. (BSVH) und das Büro für Inklusion und demografiefeste Lösungen grauwert gemeinsam mit einigen Hamburger Museen das Projekt. Mittlerweile ist es ein überregionales Angebot, das verschiedenste kulturelle Inhalte von über 100 Kultureinrichtungen aus ganz Deutschland vermittelt.
Neben Museumsführungen wird das Angebot von „Bei Anruf Kultur“ auch stetig um telefonische Stadtführungen erweitert. Schon jetzt sind Rundgänge durch verschiedene deutsche Orte möglich. In Zukunft sollen auch europäische Touren in das Programm aufgenommen werden. Für die Umsetzung arbeitet „Bei Anruf Kultur” eng mit dem Weltverband der Gästeführer zusammen.
Dank der Unterstützung durch die Aktion Mensch, die Behörde für Kultur und Medien Hamburg und die DFB-Kulturstiftung wird das Angebot bis 2026 im deutschsprachigen Raum ausgebaut sowie als inklusives und barrierefreies Vermittlungsformat weiterentwickelt und etabliert.
Weitere Informationen und Termine finden Sie unter www.beianrufkultur.de.