LWL-Museum Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 26
45731 Waltrop
Deutschland
Der preußische Adler prangt seit 125 Jahren hoch über dem Dortmund-Ems-Kanal an den imposanten Türmen des Schiffshebewerks Henrichenburg in Waltrop. Bis heute hat der stählerne Aufzug für Schiffe nichts von seiner Faszination eingebüßt. Er wurde gebaut, um eine 14 Meter hohe Kanalstufe zu überwinden. Über 60 Jahre lang war die Anlage in Betrieb. Heute ist das Wahrzeichen ein beliebtes Ausflugsziel mit Wasserspielplatz und Schiffstouren. Im Museum wird die Geschichte des Hebewerks und der Menschen am Kanal wieder lebendig. Es bietet vielfältige Möglichkeiten, das Leben und die Arbeit am Wasser zu erkunden.
Eine Treppe führt hinauf auf die Brücke zwischen den beiden Oberhaupttürmen. Von hier aus genießen Sie einen fantastischen Blick auf die Stahlkonstruktion und die weite Kanallandschaft bei Waltrop. In der historischen Maschinenhalle erfahren Sie, wie die Wasserstraße und das Hebewerk gebaut wurden. Am Modell lernen Sie die Technik kennen, mit der Binnenschiffe die Kanalstufe von 14 Metern überwanden. Einzigartig ist außerdem die Sammlung schwimmender Arbeitsgeräte und historischer Schiffe des LWL-Museums Schiffshebewerk Henrichenburg, die im unteren Vorhafen des Hebewerks und am Oberwasser liegen. Zu besonderen Anlässen schicken wir unsere historischen Schiffe mit Ihnen auf Fahrt. Mehrmals am Tag legt das Fahrgastschiff „Henrichenburg“ vom Museumskai ab.
Das Schiffshebewerk Henrichenburg ist Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur sowie der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet.
Barrierefreiheit - Infrastruktur und Angebote für Menschen mit Behinderung
Das LWL-Museum Schiffshebewerk Henrichenburg bietet vielfältige barrierearme Vermittlungsangebote für unterschiedliche Bedürfnisse. Die Führung „Auf die leichte Tour“ erklärt in Leichter Sprache, wie ein Schiffshebewerk funktioniert und warum Schiffe einen „Fahrstuhl“ brauchen. Außerdem vermittelt sie Wissenswertes über das Leben am Kanal früher und heute. Die Führung wird von ausgebildeten Expert:innen für Leichte Sprache durchgeführt, darunter Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Behinderung. Auch die Museums-App bietet neben Videos in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und Audioelementen Inhalte in Einfacher Sprache.
Für blinde und sehbehinderte Menschen ermöglicht die Führung „Geschichte fühlen und hören“ ein Museumserlebnis mit allen Sinnen. Materialien können ertastet, Bewegungen körperlich erfahren, Entfernungen abgeschritten und Geräusche bewusst wahrgenommen werden. So entsteht ein anschaulicher Eindruck von der Funktionsweise des Schiffshebewerks und vom Leben an Bord eines Motorgüterschiffs.
Darüber hinaus werden regelmäßig Führungen mit einem DGS-Muttersprachler sowie Dolmetschenden angeboten. Dabei erkunden die Teilnehmenden das Schiffshebewerk, entdecken die Technik hinter dem 14 Meter hohen Schiffsaufzug und lernen die Geschichte der Anlage durch zahlreiche praktische und bewegungsorientierte Elemente kennen.
Das Schiffshebewerk Henrichenburg wurde im Rahmen der bundesweiten Initiative „Reisen für Alle“ zertifiziert.