LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern | © LWL/Hudemann

Die Zeche Zollern gilt als eins der schönsten und außergewöhnlichsten Zeugnisse der industriellen Vergangenheit in Deutschland. Kaum mehr vorstellbar ist heute, dass die schlossartige Anlage nach der Stilllegung in den 1960er Jahren abgerissen werden sollte. Wichtigstes Objekt im Kampf um den Erhalt war die Maschinenhalle mit dem eindrucksvollen Jugendstilportal – heute eine Ikone der Industriekultur. Der Erhalt des Vorzeige-Baus aus Stahl und Glas 1969 rettete nicht nur die gesamte Anlage, sondern markiert gleichzeitig auch den Beginn der Industriedenkmalpflege in Deutschland.

In der Dauerausstellung wird von der Geschichte des Bergwerks, von den Menschen, die dort arbeiteten, von den Gefahren unter Tage, den Wegen der Kohle und vielem mehr erzählt.

Die Zeche Zollern ist Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur und Ankerpunkt der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet.

Das Museum ist barrierefrei – es gibt zahlreiche Angebote für Menschen mit Einschränkungen. - Das Museum ist barrierefrei – es gibt zahlreiche Angebote für Menschen mit Einschränkungen. - © LWL/ BOK+Gärtner GmbH
Das Museum ist barrierefrei – es gibt zahlreiche Angebote für Menschen mit Einschränkungen. | © LWL/ BOK+Gärtner GmbH

Der Name des Bergwerks im Dortmunder Westen erinnert an die Fürstenfamilie der Hohenzollern. Aus dieser Familie stammten die preußischen Könige und deutschen Kaiser. Vor allem zur Zeit der Reichsgründung von 1871 waren patriotische Zechennamen im Ruhrgebiet nicht selten. Beispiele sind „Friedrich der Große“ in Herne und „Unser Fritz“ in Wanne-Eickel, „Graf Bismarck“ in Gelsenkirchen und „Deutscher Kaiser“ in Duisburg.

Bereits 1873 nahm eine erste Zollern-Zeche in Kirchlinde im Dortmunder Westen die Kohlenförderung auf. Die heutige Zeche Zollern II/IV verdankt ihre Entstehung dem sogenannten „Westfeld“ des Kirchlinder Bergwerks. Aufgrund einer geologischen Verwerfung wäre die Erschließung vom vorhandenen Schacht Zollern I aus nur mühsam zu bewerkstelligen gewesen. Daher beschloss die Gelsenkirchener Bergwerks-AG (GBAG) im Jahr 1897, einen zweiten Schacht in der Nähe der Ortschaft Bövinghausen abzuteufen und kaufte das erforderliche Bauland an.

Zollern II/IV entstand als Musterzeche der damals größten deutschen Bergwerksgesellschaft. Im Vorfeld der entscheidenden Planungen stellte die GBAG mit Paul Knobbe einen renommierten Architekten ein, dem die Zeche ihren einzigartigen und eindrucksvollen Bau zu verdanken hat.

Barrierefreiheit - Infrastruktur und Angebote für Menschen mit Behinderung

Das LWL-Industriemuseum hat sich auf den Weg gemacht, seine Gebäude und Angebote allen Menschen – ob mit oder ohne Behinderung – zugänglich zu machen. Die Maßnahmen reichen von der Verbesserung der Infrastruktur bis hin zu Bildungsangeboten wie inklusiven Führungen.

Als erstes Museum in Westfalen wurde die Zeche Zollern im Rahmen der bundesweiten Initiative „Reisen für Alle“ zertifiziert.

Broschüre LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Leichter Sprache

Weitere Informationen zu dem LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Leichter Sprache erhalten Sie in der eigenen Broschüre hier.