LWL-Museum für Kunst und Kultur

LWL-Museum für Kunst und Kultur
Museum für Kunst und Kultur | © LWL | Hanna Neander

LWL-Museum für Kunst und Kultur

Domplatz 10
48143 Münster
Deutschland

Das LWL-Museum ist eines der großen kunst- und kulturgeschichtlichen Museen Nordrhein-Westfalens. Gegründet wurde es vor über 100 Jahren als Zeichen bürgerschaftlichen Engagements. Mitbegründer waren der Westfälische Kunstverein und der Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens. Somit bilden die Kunst und die Kulturgeschichte Westfalens einen besonderen Schwerpunkt des Museums. Heute ist das Museum eine Einrichtung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Die Sammlungen zeigen 1.000 Jahre abendländischer Kultur vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Die Ausstellungs- und Sammlungspolitik stellt die westfälische Kunst und Kulturgeschichte in ihren europäischen und internationalen Kontext. Besonders in den großen Ausstellungen alter und neuer Kunst sowie Kulturgeschichte mit europäischer Beteiligung wie auch in den seit 1977 in Abständen von zehn Jahren stattfindenden Skulptur Projekten zeigt sich das internationale Profil des Hauses. Das Museum versteht seine Arbeit als Beitrag zur kulturellen Identität Westfalens im Europa der Regionen in dem Bewusstsein, dass Identität durch die Erfahrung von Herkunft, Geschichte und kulturellen Beziehungen entsteht. Gleichzeitig trägt das Landesmuseum zur nationalen und internationalen Ausstrahlung der Region bei.

© LWL | Hanna Neander
© LWL | Hanna Neander

Barrierefreiheit – Infrastruktur und Angebote für Menschen mit Behinderung

Im Sammlungsbereich werden die zentralen Ausstellungsinhalte über mindestens zwei Sinne erlebbar gemacht und so ein möglichst barrierearmer Zugang zur Kunst ermöglicht. Für Menschen mit Hörbehinderungen verfügt das Museum über eine Induktionsschleife sowie eine induktive Höranläge. Zudem enthält die Museumsapp Videos in Deutscher Gebärdensprache. Ergänzend wird einmal im Quartal eine kostenlose öffentliche Führung in Deutscher Gebärdensprache angeboten.

Der Telefonrundgang „Bei Anruf Kunst!“ macht Kunstgespräche per Zoom auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder Sehbehinderung zugänglich. Auch der öffentliche Rundgang für Menschen mit und ohne Sehbehinderung vor Ort im Museum macht Kunst mit Hilfe von Klängen, Düften, Tastobjekten und ausführlichen Bildbeschreibungen auf vielfältige Weise erfahrbar. Die Führung „Münz-tastisch“ setzt auf detaillierte Beschreibungen und haptische Erfahrungen, um den Teilnehmenden eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der Währung zu eröffnen.

Das Programm Lecker! Richtet sich an Menschen mit Lernschwierigkeiten und alle, die eine einfache Form der deutschen Sprache besser verstehen. Während des Rundgangs setzen sich die Teilnehmenden mit Darstellungen von Essen auseinander und gestalten anschließend im Atelier eigene „leckere Bilder“.

Für Menschen mit dementiellen Veränderungen und ihre Angehörigen bietet das Museum die Programme „Familienbande“ und „Atelierauszeit vom Alltag“ an: Gemeinsam erleben die Teilnehmenden in entspannter Atmosphäre Neues zum altvertrauten Thema Familie und entdecken die eigene Kreativität (neu).

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur wurde im Rahmen der bundesweiten Initiative „Reisen für Alle“ geprüft.